Faye

Faye kam zu mir, da war sie schon 16 Wochen und so stark misshandelt, das sie gar niemanden an sich heran ließ.
Sie hatte eingeschlagene Zähne, zuckte bei jeder Bewegung zusammen, hatte vor wirklich allem panische Angst. Es zerriss mir das Herz, einen solchen Welpen zu sehen, sie war das traurige Beispiel für einen der vielen Traumahunde, die es auch hier bei uns in Deutschland leider Gottes gibt.
Männer und vor allem Kinder machten sie schier irre vor Angst. Sie ließ weder meinen Sohn noch meinen Mann in ihre Nähe, ohne zu flüchten, sich einzunässen.
Bei einem Welpen wie ihr, der in der wichtigen Prägephase so extrem negative Erfahrungen gemacht hat, ist es eine Herausforderung dem heranwachsendem Hund aufzuzeigen, dass er seine Ängste komplett abbauen kann.
Man braucht viel Geduld und muss dem Hund einfach Zeit lassen, nach und nach zu begreifen, dass das Erlebte sich nie wiederholen wird.
Wie lang dieser Prozess bei jedem einzelnen Hund dauert, kann man im Vorwege nicht sagen, doch jeder Schritt den sie nach vorn machen ist ein Erfolg!
Die Arbeit mit Faye ist auch für mich noch ein Lernprozess gewesen, hat mir gezeigt wie individuell man auf JEDEN Hund eingehen muss.
Kein Hund ist gleich, jeder muss individuell behandelt werden.
Mittlerweile hat sie sich zu einem traumhaften Hund entwickelt, der seine "Pforten" in unsere Welt schon so weit geöffnet hat, das man sie so gut wie überall mit hinnehmen kann ohne das ihre Panikattacken wieder ausbrechen.
Ich kann mich auf ihr Urteil über die Menschen, denen sie sich öffnet verlassen!
Für mich und meine gemeinsame Arbeit mit Luna, ist sie eine Bereicherung ohne Gleichen und ich habe keine noch so anstregende Minute mit ihr bereut!



Ich habe große Achtung von der
Menschenkenntnis meines Hundes.
Er ist schneller und gründlicher als ich.
Otto von Bismarck